Keywan Karimi / Drum

Drum ist der erste Spielfilm von Keywan Karimi.

Karimi, geboren 1985, ist ein iranischer Filmemacher kurdischer Herkunft. Seine Kurzfilme Broken Border (2012) und The Adventures Of A Married Couple (2013) wurden bei zahlreichen internationalen Filmfestivals präsentiert. Wegen seines dokumentarischen Writing On The City (2015), der sich auf die Graffiti auf den Mauern Teherans von der islamischen Revolution von 1979 bis zur Wiederwahl von Mohamoud Ahmadinedschad 2009 konzentrierte, wurde Karimi zwei Wochen lang im Dezember 2013 verhaftet und in Isolationshaft gehalten. Im Oktober 2015 wurde er zu sechs Jahren Gefängnis und 223 Peitschenhieben wegen „Beleidigung der islamischen Heiligkeit“ verurteilt. Im Februar 2016 bestätigte das Berufungsurteil die Verurteilung, aber die Gefängnisstrafe wurde auf ein Jahr reduziert, die 223 Peitschenhiebe jedoch beibehalten.

Seine Freiheit befindet sich derzeit in einem Zustand der Schwebe: er ist noch nicht im Gefängnis, aber er wurde nicht freigesprochen und er kann keine Berufung gegen das endgültige Urteil mehr einlegen. Sein Status kann als Hausarrest betrachtet werden, da er nicht überall hinreisen kann, zum Beispiel zum Filmfestival von Venedig für die Premiere von Drum.

Karimi betrachtet Yılmaz Guney (den Cannes Palme d’Or-Sieger für 1982 YOL und einen türkischen Regisseur kurdischer Herkunft) als inspirierendes Beispiel für einen Filmemacher, der für die Freiheit der Meinungsäußerung eingetreten ist.

FILMOGRAFIE
2016 – Drum / Tabl
2015 – Writing On The City (Dokumentarfilm)
2014 – Rashid (Dokumentarfilm)
2013 – The Adventures Of A Marries Couple (Kurze Fiktion)
2012 – Broken Border (Kurzdokumentarfilm)
2011 – Act (Kurzdokumentarfilm)
2011 – The Color Of Olive (Kurzdokumentarfilm)
2009 – The Children Of Depth (Kurzdokumentarfilm)
2008 – Man And Puckett (Kurzdokumentarfilm)
2007 – Anti Earthquake Conex (Kurzdokumentarfilm)