The Watermelon Woman

Hommage


The Watermelon Woman spielt in Philadelphia und erzählt die Geschichte von Cheryl (Cheryl Dunye), einer schwarzen Lesbe um die zwanzig, die darum kämpft, einen Dokumentarfilm über Fae Richards zu drehen, eine schöne und schwer fassbare schwarze Filmschauspielerin der 1930er Jahre, die im Volksmund als “The Watermelon Woman” bekannt ist. The Watermelon Woman ist eindeutig eine Metapher für Cheryls Suche nach Identität, Gemeinschaft und Liebe. Sie gewann 1996 den Teddypreis für den besten Spielfilm bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin.

Über die Regisseurin

Cheryl Dunye ist eine weltbekannte afroamerikanische Regisseurin, Schriftstellerin und Schauspielerin, die erstmals als Teil der „Queer New Wave“ junger Filmemacher*innen in den frühen 1990er Jahren in Erscheinung trat. Ihr erster Spielfilm, The Watermelon Woman, gewann 1996 den Teddy Award für den besten Spielfilm bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin. Der Film, der heute als Klassiker gilt, wurde 2016, anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums, restauriert und umfassend wiederveröffentlicht. Er befindet sich in der ständigen Kinosammlung des Museum of Modern Art in New York City.

Ihr zweiter Spielfilm, die HBO-Produktion Stranger Inside, hatte 2002 auf dem Sundance Film Festival Premiere und wurde für vier Independent Spirit Awards nominiert, darunter für den Preis für die beste Regie. Im Jahr 2004 führte sie bei My Baby’s Daddy für Miramax Regie, der mit einem Budget von 12 Mio. USD ausgestattet war. Ihre jüngeren Independent-Filme The Owls (2010) und Mommy Is Coming (2012) waren beide auf prestigeträchtigen Festivals zu sehen und brachten ihr eine neue Welle von Fans und Anhängern auf der ganzen Welt ein.

In den letzten Jahren hat Cheryl als Regisseurin für Fernseh-Serien eine neue Etappe ihrer Karriere begonnen, zunächst durch ihre Kollaboration mit Ava DuVernay und Oprah Winfrey an der OWN-Serie Queen Sugar, für die sie an zwei Folgen der zweiten Staffel arbeitete. Im Jahr 2019 fungierte sie dann als Produzentin und Regisseurin bei der 4. Staffel von Queen Sugar. Die Auswahl der Serien, für die als Regisseurin gewirkt hat, umfasst so beliebte Formate wie CLAWS Für TNT, The Fosters für Freeform, LOVE IS_ für OWN, The Chi für Showtime, STAR für FOX, Dear White People für Netflix, David Makes Man für OWN, Lovecraft Country für HBO, All Rise für CBS und andere.

Cheryls mehrfach preisgekrönter Kurzfilm Black Is Blue wurde 2015 von IndieWire in den Top 5 der „Must See Feminist Films“ gelistet. Derzeit wird an einer Spielfilmadaption des Stoffes gearbeitet, bei der Laverne Cox für die Hauptrolle gewonnen werden konnte. Im Jahr 2016 war Cheryl Stipendiatin des angesehenen Guggenheim-Stipendium im Bereich Film. Im selben Jahr wurde sie an die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) berufen. Im Jahr 2018 wurde bekannt, dass Cheryl einen Spielfilm nach Jason Motts Roman The Wonder Of All Things für Lionsgate adaptieren und dabei Regie führen würde. Im Jahr 2019 gründete sie ihre in Oakland ansässige Produktionsfirma JINGLETOWN FILMS, die aktuell zwei Serienformate entwickelt – The Gilda Stories, eine Adaption des beliebten queeren Vampirromans von Jewell Gomez aus dem Jahr 1991 und Adventures In The 419, der auf sogenannten „Nigerian Scammers“ beruht, wahllose Betrugs-Mails, in der um die Zahlung hoher Summen Geld gebeten wird.

Cheryl Dunye wird derzeit von Chris Ridenhour und Jack Leighton von der Agentur APA vertreten.