A Swedish Love Story


Im diesem Jahr wird Visionär in Mainz Roy Andersson ehren. Am bekanntesten sind von ihm Eine schwedische Liebesgeschichte (1970) und seine „Living Trilogie“, zu der Songs from the Second Floor (2000), You, the Living (2007) und A Pigeon Sat on a Branch Reflecting on Existence (2014) gehören. Mehr noch als die anderen Filme, zementiert und veranschaulicht Songs from the Second Floor seinen persönlichen Stil, der durch lange Einstellungen, absurde Komik, eine erbarmungslose Karrikatur der schwedischen Kultur und eine Fellinieske Groteske gekennzeichnet ist.

Visionär wird seinen ersten Spielfilm Eine schwedische Liebesgeschichte zeigen, für den er auch das Drehbuch schrieb. Die Geschichte um zwei Teenager aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, die ihre erste Liebe erleben, spielt sich in der herrlichen Landschaft eines idyllischen schwedischen Sommers ab. Unter dem zärtlichen Blick von Roy Andersson schaffen sich Pär und Annika ihre eigene Welt, in der soziale Unterschiede, die dysfunktionalen Beziehungen der Erwachsenen und ihre Desillusionierung ausgeblendet werden.

Der Debütfilm war 1970 in den Wettbewerb der 20. Internationalen Filmfestspiele Berlin eingeladen, die jedoch aufgrund eines internen Eklats vorzeitig und ohne Preisvergabe beende wurden.